Bürgerstimmen

Unsere Argumente finden eine breite Unterstützung quer durch die Bevölkerung Gilchings.

Gemeinderätinnen und Gemeinderäte:

2. Bgm. Richard Schlammerl, 3. Bgm. Hans-Dieter Moehring, Kevin Akpomuje, Christian Bauer, Margarete Blunck, Rosa Maria Brosig, Martin Fink, Herbert Gebauer, Eva Hackstein, Michael Hauser, Manfred Herz, Dorothea Heutelbach, Veronika Mannstein. Susanne Meier, Dr. Michael Rappenglück, Peter Unger, Fritz Wauthier

Bürgerinnen und Bürgern von Gilching:

ALF Areal Lifescience Fund GmbH. Elisabeth und Karl-Josef Baader, Franka Balcke, Beate Bauer. Helma Berger, Monika und Dieter Bergmeister. Karin und Hansjörg Biberacher, Stefanie Birkhahn, Doris Borger, Klaus Bosch, Brigitte Breddemann. Erich Boss. Sigrun Brossardt. Angela Buchholz, Hella und Horst Büttrich. Fritz Carl, Silke Czaja, Jana Danneberg, Waltraut und Werner Deiglmayr. Carmen Deletis, Helene Dester, Dr. Dorothea und Dr. Peter Diemer, Jana Dietrich, Elke Dietrich, Jeroen van Doesburg. Edelgard Eberlein, Günter Eckert, Renate Egger, Ulrich Ellwanger, Luise und Herbert Endres. Uta Erlecke, Bernhard Feilzer, Isabelle Feix. Beate Fellinger, Marina Fendell, Heidrun Fischer. Reinhard Frank, Annemarie Frisch. Waltraud Gandl, Nicole und Alexander Ganslmaier, Barbara und Manfred Gehrke, Willy Geißler, Alfred Gesierich, Christa und Sigurd Göpel. Angelika und Marco Graßberger. Doris Gräuel. Alfred Graw, Susanne Grube-Schmid, Frau Grundner-Seitz. H.C. Haack, Hermann Habersetzer, Rainer Hackstein, Holger Hamann, Anette Hartl, Kilian Häuser. Christoph Heimerl, Stefan Helbig, Elke und Gerd Held, Dorothea und Klaus v.d. Helm. Matthias Helwig. Ursula Helwig, Tatjana Hemme, Karin und Ernst Hennings, Eberhard Herrmann, Gabriela Herzinger. Heidi und Werner Heuer, Dr. Dr. Hilmar Heutelbach. Doris und Dieter Hilse. Renate und Dieter Hodowanski, Norbert Hofmann, Marianne Holzner, Daniela Huber. Astrid und Dr. Alfred Jaschinski. Andreas Jaumann, Dagmar Jung. Frau Kaiser, Roland Kaiser. Annegret Kaltenbach. Stefan Kappes. Tina Kappes, Johannes Kaupp. Hermann Kautzner, Ralf Kautzner, Nicole Keck, Karin Keil, Jutta Keller. Gerhard Kempf, Rosa Kirtzel, Helmut Klein. Sebastian Klein. Dr. Michael Kleintz, Verena und Dr. Klaus Klinger. Hannelore und Hans Knopp, Monika und Adolf Koch, Melanie Kohonyicz. Birgit Königbauer. Dorothee Kopitz, Katharina Köster, Mechtild Kramer, Daniel Kuhn, Elisabeth Lang, Familie Langgartner-Körber, Corinna Lauberger, Annika Lausch. Severin Lechner, Marga und Dieter Liesenfeld. Frank Lindholz. Franz Lorscheider, Familie Petra Martinez, Harald Meier, Familie Eva Meilhammer-Schneider. Astrid Müller. Wolfgang Müller. Carla Muresan. Benito Neuburger. Ruth und Gerhard Neueiter. Bärbel Niemeier. Jacqueline Nowood, Elfriede Obermeier. Anita Oest, Bernd Paul. Nicole Paul, Ralf Perdacher, Ingrid Piller, Siglinde und Wolfgang Pilz, Zlatina und Dejan Planincic, Nicole Ra- henbrock, Renate Rank. Barbara Rappenglück, Claus Rechenauer. Christine und Michael Reimann, Hans Reisberger. Peter Resele, Tina Reuther, Winfried Rey, Maria und Franz Reyer, Dorothea und Johannes Riedl, Martin Riedl, Elfriede Rösch. Sabine Schachler, Werner Scherübl, Johannes Schmid, Dr. Hans-Peter Schmid, Michael Schneider, Gerhard Scholz, Ursula und Hans-Joachim Schöter, Fred Schröder, Sascha Schröter. Andreas Schüttler, Markus Schwaiger, Margit und Günter Schwarz, Josephine Schweikert. Carolin und Nikolaus Schweisfurth. Willi Sebald. Frank Oliver Siebert, Helen Simon, Kerstin und Emst Sporer, Florian Sporer. Cäcilie Steinmüller. Reinhard Stefan, Renate Strack, Andrea Strobl. Sonja Thiemann, Hannelore und Georg Tuch, Heidemarie und Rudolf Ulrich. Steffen Vogelbacher. Paul Vogl, Dr. Andreas Vogler, Theres Waskala, Marieta Wauthier. Patrick Wauthier, Fabian Wauthier, Bettina Wauthier, Sylvia Wauthier, Heike Wegener, Emma Weiland, Dietrich Weiß, Christine Weiß, Rudolf Weiß, Christian Weissenborn, Jutta Wendt, Hilde und Otto Wieser, Angelika und Günter Winklmeier, Christian Winklmeier, Sabine Zankl, Iris Zelenka,... und viele mehr.


Leserbriefe

 

Leserbrief zur Berichterstattung und den Leserbriefen zum ALDI-Logistikzentrum

 

Muss der Speckgürtel um München noch fetter werden?

In Europa und vielen Ländern der Welt, vor allem in Afrika, bedroht die Finanz- und Bankenkrise die Menschen. Löhne und Renten werden gekürzt, staatliche und soziale Leistungen gestrichen, öffentliches Vermögen privatisiert, Infrastruktur ausgedünnt. Arbeitslosigkeit breitet sich aus.

Halt, natürlich nicht bei uns, in Deutschland (vielleicht ein bisschen im Osten), nicht in unserem Speckgürtel um München. Wir sind unersättlich:

 

Wir reißen eine Grundschule in Gauting ab, wenn einige Deckenverkleidungen herunterfallen und errichten dann ein gewaltiges Geschäftszentrum Wir bauen eine gewaltige Unterführung in Tutzing, um die Einspurigkeit mit Ampelschaltung zu beseitigen. Wir vernichten Quadratkilometer von Wald und Grünflächen durch eine autobahnähnliche Umgehung um Unter- und Oberbrunn für 12 Millionen Euro, um dann den ganzen Verkehr auf den Starnberger Hauptplatz zu leiten. Weit über 100 Millionen werden für den Auto-Tunnel durch Starnberg benötigt. In Herrsching soll ein neues Gymnasium für ca. 30 Millionen gebaut werden, obwohl das jüngst für 20 Millionen erweiterte Gilchinger Gymnasium dann halb leer stehen wird.

 

Die allergrößte Zumutung stellt aber das beabsichtigte ALDI-Logistikzentrum am Gewerbegebiet Gilching-Süd dar. Hier versuchen einige Interessenten mittels eines Bürgerbegehrens ein großes Logistikzentrum zu errichten, das von Hunderten von Lastkraftwagen beliefert werden wird. Es kümmert nicht, dass dieser Wald als Landschaftsschutz- und z.T. sogar als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist, Einzugsgebiet von Trinkwasserquellen darstellt und den Gilchingern selbst als Erholungsfläche dient. Nach Auffassung der Befürworter braucht Gilching noch mehr Gewerbesteuer. Was sie nicht sagen: Hier sind gewaltige Geschäfte im Gange - Grundstückskäufe und -Verkäufe für etliche Millionen und natürlich Tiefbauerschließungen und Hochbauten. Arbeitsplätze werden aber nicht neu geschaffen, sondern lediglich von Eichenau nach Gilching verlagert was auch bei der Gewerbesteuer der Fall ist.

 

Die Gilchinger Bürger sollten kühlen Kopf bewahren, ihre Interessen und die ihrer Kinder bewahren sowie die kleinen Restposten an Umwelt und Natur, die es dort noch gibt. Die Gautinger Bürger sollten es ablehnen, Trittbrettfahrer zu spielen und auf Kosten ihrer Gilchinger Nachbarn aus dieser Lage Vorteile zu ziehen. Die Gemeinden im Landkreis Starnberg wären gut beraten, wenn sie die Spirale des Immer Mehr beenden und ab und zu auch an andere denken würden.


Prof. Dr. Jürgen Schade, Gauting


 

Bericht im Starnberger Merkur 30. August 2012

Zeil  begrüßt Logistikzentrum

 

Der Präsident des Bauernverbandes, G. Sonnleiter, bezeichnete  Aldi  als Heuschreckenplage neuen Typs    und das Geschäftsgebaren der Aldi-Gründer-Milliardäre als Raubtierkapitalismus (SZ 18.4.2008), weil  Aldi seine starke  Marktposition ausnützte und den Milchpreis drückte. Aus Protest gegen den Milch-Dumping-Preis badete damals  Starnbergers  Kreisbäuerin A. Painhofer sogar öffentlich in Milch.

So wundert es schon, dass Bayerns Wirtschaftsminister M. Zeil  sich  für ein Aldi-Logistik-Zentrum

Gilching/Gauting einsetzt. Denn wieder nutzt Aldi seine starke Machtposition aus und fordert  von der Gemeinde Gilching Baurecht auf landwirtschaftlicher Fläche im Landschaftsschutzgebiet, teilsweise als  Bannwald ausgewiesen und teilweise noch rechtsgültiges Wasserschutzgebiet.

Dabei sollte doch ein bayerischer Wirtschaftsminister darauf bedacht sein,  dass für alle Unternehmer und Firmen  gleiche oder zumindest ähnliche Bedingungen gelten.  Brüskiert der

FDP-Minister damit nicht die mittelständischen Betriebe im Gewerbegebiet  Süd der Gemeinde Gilching? Diese Unternehmen mussten neben dem Preis für Gewerbefläche auch die Erschließung bezahlen und sind zudem noch gute Gewerbesteuerzahler.  Aldi setzt sich auf ein billiges Grundstück mit minimalem Erschließungsaufwand und die einzige Gegenleistung   für die damit verbundenen Belastungen ist ein fast vernachlässigbarer Gewerbesteuerbeitrag zum Haushalt der Gemeinde Gilching.

Es ist natürlich leicht, um nicht zu sagen billig, als Gautinger Bürger und Politiker ein Projekt fern von der eigenen Gemeinde zu begrüßen, wenn alle Nachteile die Nachbargemeinde Gilching zu tragen hat, an deren Grenze gebaut werden soll. Würde Herr Zeil sich die Mühe machen, die Vorgaben von Landesentwicklungsprogramm und Regionalplan für das Unterbrunner Holz zu lesen, käme er schnell zur Erkenntnis, dass ein Logistikzentrum dort nichts zu suchen hat. Und würde er einen Blick auf eine Karte werfen mit den Gemeinde-, Bannwald-  und  Wasserschutzgebietsgrenzen  im betroffenen Bereich, käme er ebenso schnell zur weiteren Erkenntnis, dass eine Verschiebung des Projekts ganz auf Gautinger Gebiet ausgeschlossen ist.

 

Rosmarie Brosig, Am Waldhang 5, 82205 Gilching

Tel. 08105 22315

 


Leserbrief zu Art. vom 19.7.2012

Steuerberater widerspricht Aldi-Manager in offenen Brief.

Unglaublich, daß in Gilching Bürger-und Gemeinderäte sich für einen Beschluß des Gemeinderates stark machen müssen, um Aldi-Süd die Bebauung auf dem bis jetzt noch landwirtschaftlichen Grund zu verweigern.
Da muß sich Dipl. Kaufmann A. Gesierich , ein Gegner des Projektes,eine Anfrage durch Aldi-Eichenau bei der berufsrechtlichen Aufsicht der Steuerberater-Kammer gefallen lassen.

Warum verteidigen die Befürworter des Aldi-Logistikzentrums, die FDP mit Hr. Dr. Hartmann, die Freien Wähler durch Hr. Vilsmayer, unser Altbürgermeister Hr. H. Will, immer noch das Ansinnen eines der reichsten Deutschen, den billigen Grund in Gewerbegebiet umzuwandeln?

Es wird entlang der Staatsstraße nach Unterbrunn und am Flughafengelände, ein riesiges Gewerbegebiet entstehen. Auf dessen Entwicklung die Gemeinde Gilching keinen Einfluß und auf Gautinger Gebiet- keine Gewerbesteuereinnahmen hat.

Wir haben in Gilching drängende Probleme:

Verringerung des Auto/LKW Verkehrs auf unseren Hauptstraßen

Was wird aus dem Sonderflughafen Oberpfaffenhofen?
Privatflieger-oder Frachtflughafen- oder dessen Verbot ?

Die 2 Gilchinger Asphaltwerke. Gegen Ausstoß von Schadstoffen und billiger Braunkohlenstaubheizung.

Dafür sich einzusetzten, das wäre im Sinne der Gilchinger Bürger.

E.Rösch Gilching


Leserbrief in Bezugnahme auf ihren Artikel vom 29.5.2012 Wortgefechte bei Ortsbegehung" Lokalteil: westlicher Landkreis

In Ihrem Artikel wird der ca. 1,5 ha große Bannwald, der nun dem Megaprojekt Aldi-Logistikzentrumweichen soll, von einem sogenannten Experten als reine Fichten-Monokultur" bezeichnet die nicht erhaltenswert sei. Als angehender Förster hat mich das Thema nun näher interessiert und ich habe mir den Wald selbst mal etwas genauer angeschaut. Dabei viel auf, dass der Bestand ganz und gar nicht so monoton daher kommt wie vom Landschaftsarchitekten beschrieben. Vor allem die Waldränder vielen mir hierbei als besonders Struktur- und Artenreich auf. Bereits auf den ersten flüchtigen Blick konnte ich über 15 verschiedene Baum- und Straucharten erkennen. Die ästhetisch wirkende Abstufung des Waldrandes hin zur Feldflur finden wir in vielen Wirtschafstwäldern heute nicht mehr. In stimme Herrn Fröschl zu, dass es sich hauptsächlich um einen Fichten-Bestand handelt, dennoch sind auch im Waldinneren immer wieder Laubbäume 1. und 2. Ordnung eingesprengt vorhanden. Durch die Tatsache, dass der Bestand erst 30 Jahre alt ist, lässt sich hier zukünftig durch gezielte Durchforstungsmaßnahmen ein höherer Strukturreichtum schaffen. Langfristig gesehen muss und kann der Bestand in einen differenzierteren, artenreicheren Mischwald umgebaut werden, der auch in unseren Breiten den Herausforderungen der Klimaveränderung Rechnung trägt. Wenngleich Herr Fröschl also teilweise Recht hat, so stellt sich doch dennoch die Frage in welche Richtung hier mit dieser einseitigen Beurteilung argumentiert wird. Bewusst wird hier versucht den Begriff Wald zu entemotionalisieren, indem man ihn auf eine nicht erhaltenswerte Fichten-Monokultur" herunter bricht. Eine objektive Beurteilung sieht anders aus.

MfG

Severin Lechner
Am Waldhang 10
82205 Geisenbrunn



Wo heute noch die Lerche singt ... 

 

da soll ein Stück Heimat verschwinden. Stellen Sie sich vor, es wird Frühling und kein Vogel singt mehr! Einst war dort Bauernland mit Bienen und Schmetterlingen Landschaftsschutzgebiet und Wald Bannwald sogar!

Das ist Wald, den das Gesetz schützt, weil er Lebensraum für uns alle ist. Ein Element im Naturkreislauf, Stätte der Geborgenheit und Erholung, Zuflucht und einfach schön. Uns Bürgern ist es egal, ob jemand, der Aldi heißt, Ikea, oder sonst wie heißt und die Krallen ausstreckt.

Die Gefahren für diese Heimatnatur droht uns von außen mit Straßenbau, Verkehrschaos, Immission und versiegeln der Landschaft, die unser aller Lebensraum ist, der mehr wert ist als jeder Euro, den Spekulanten dafür einnehmen.

Diese Landschaft ist das Miteinander und Füreinander von Pflanzen und Tieren. Sichtbaren und unsichtbaren, jungen und alten, seltenen und geschützten, die auf dieser freien Fläche leben.

Wir wollen nicht, dass dieses Stück Heimat, dieses System von naturnahen Lebensabläufen vom profitorientierten Ökonomen verscherbelt wird. Denn auch durch Geld ist dieses Stück Heimat nicht zu ersetzen. Das zeigt schon der Name Landschaftsschutzgebiet, weil es von Amts wegen geschaffen wurde, um diese Heimat zu erhalten und zu schützen.


Was wäre auch ein Gesetzgeber, wenn man seine Gesetze so einfach mit einer Abstimmung kippen könnte um an deren Stelle die Gewerbegebiet-Wüsten an ihre Stelle zu setzen.

Vor allem der Wald ist ein Erholungsort für die Menschen. Doch staunten wir auch nicht schlecht, dass man im Hause Aldi plötzlich entdeckt hat, dass man gerne Förster wäre. Denn selbst mit richtigen Förstern ist eine zeitgemäße Betreuung von Naturwald gar nicht so einfach. Schon gar, wenn es Pflegemängel zu beseitigen gilt. Es ist ja nicht damit getan Fichtenmonokulturen abzusägen und dann Laubbäume zu pflanzen. Es ist ein mühsames Geschäft unterständig die geeigneten Laubhölzer wieder anzusiedeln. Denn die werden totsicher eingehen wenn man sie ins Freie pflanzt. Denn Fichten mit Laubholz zu ersetzen, ist eine hohe Kunst. Wald ist schließlich mehr als nur die Summe seiner Bäume. Wenn es gelingt, kann man getrost auf den Naturwald hinarbeiten, in dem es alle Baumarten gibt und vor allem auch alle Altersklassen. Kahlschlag ist da nicht mehr gefragt. Auch vom Förster erfordert es höchstes ökologisches Können. Weit mehr als beim Hobbyförster aus dem Aldi-Management zu erwarten ist, weil der ja vor allem eines beherrscht, die Landschaft mit Beton zu versiegeln.


Naturwald lehrt uns, dass Monotonie und der Ausverkauf dieser Landschaft den Geist der Menschen verdüstert. Nur der ökologisch verstandene Wald wird heiter sein und standfest. Der Wald und die Naturlandschaft lehren uns aber noch mehr, denn alleine der Wissende kann seine schützende Hand über dieses Stück Heimat halten, die jetzt durch krüppelhaften Geist gefährdet wird.

Geld anstatt Heimat, das zeigt, wie krank manche Menschen geworden sind, wenn sie dieses Stück Heimat dem banalen Mammon opfern wollen, weil sie das Empfinden für eine gerade Lebensart und schöne Heimat verlassen haben. Ihr Renditedenken mahnt uns, was wir für das Schöne und Edle nichts opfern dürfen.

Die anstehende geistige Auseinandersetzung mahnt uns das verloren gehende Naturmaß zu bewahren. Denn jeder Mensch ist ein Teil der Natur, von der er lebt. Er kann nicht gegen die Natur leben. Er muss sich aber anpassen. Die Schätze dieser Erde haben deutliche Grenzen. Wenn wir so weitermachen wie bisher, dann wird in nicht zu ferner Zeit das Land bis hin zu den Alpen asphaltiert sein.


Die Pläne der spekulierenden Bürger sind ökologischer Selbstmord. Wir alle sind ein Teil dieser Erde und müssen erkennen, wann wir Harakiri machen.

Der große Häuptling aus dem Hause Aldi hat eine Nachricht gesandt, dass er unsere Heimat zu kaufen wünscht. Er hat dafür einige Bürger als Adressaten ausgesucht, die dafür gar nicht den Überblick haben. Das war von ihm sehr freundlich gedacht, aber wir brauchen seine Freundlichkeit nicht, auch dann nicht, wenn sie mit viel Geld aufgebessert wird.


Wie kann man seine Heimat kaufen oder verkaufen? Denn diese Erde ist uns ja nicht untertan. Wir Bürger besitzen die klare Luft, das Grün der Landschaft, die bunten Blumen und das Glitzern des Wassers. Aber all das lässt sich nicht verkaufen. Die Bürger, die zur Wahl aufrufen, können das nicht entscheiden und die übrigen auch nicht, denn dieses Stück Heimat , das uns heilig ist, auf dem die Blumen wachse, die Bussarde kreisen, die Lerchen tirilieren, die Hasen hoppeln und die Rehe einher springen, all diese Land gehört uns gar nicht, sondern es gehört unseren Kindern und deren Kindern.


Für die wollen wir das Stück Heimat erhalten. Wir wollen auch niemand daran hindern, so zu leben wie er es will, aber selber so leben wie wir es mögen.

Stimmen Sie also bitte so ab, dass diese Heimat uns allen für alle Zeiten unversehrt so erhalten bleibt wie sie ist und dass sie keine Gewerbewüste wird.

woba

 

Wolfgang A. Bajohr

 

Mitglieds vom Ökologischen Jagdverband und der Arbeitsgemeinschaft naturgemäßer Waldbau sowie des Landesbundes für Vogelschutz  und der Würmtalgruppe im LBV.


Leserbriefe in der Presse

Copyrght für die nachfolgenden Artikel aus der Süddeutschen Zeitung: © Süddeutsche Zeitung GmbH, München. Mit freundlicher Genehmigung von http://www.sz-content.de (Süddeutsche Zeitung Content).


Leserbrife von H. Kautzner SZ 10.2.2012


Leserbriefe von E Rösch und A. Gesierich SZ 25-07



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