Was dagegen spricht


Aufgenötigte willkürliche Planung

Die aufgenötigte willkürliche Planung steht einem städtebaulichen Gesamtkonzept entgegen. Ohne Beachtung des existierenden Flächennutzungsplanes wird das Areal zersiedelt.

Aufgabe Landschaftsschutzgebiet, Bannwald, Freiräume für Erholung

120.000 qm Landschaftsschutzgebiet und Bannwald (ca. 17 Fußballfelder) werden für eine 50.000 qm große Lagerhalle (ca. 7 Fußballfelder) aufgegeben. Periphere Naherholungsflächen und Freiräume würden dem Bürger entzogen. Ein Grünflächenkonzept der Befürworter liegt nicht vor.

Widerspruch zum staatlich geforderten Flächenschutz

Das Projekt „Aldi-Logistik“ widerspricht klar dem Flächenschutz, der seit etlichen Jahren auch von der Staatsregierung mit Nachdruck gefordert wird.

Spekulantentum statt Planungshoheit

Spekulantentum statt Planungshoheit der Gemeinde: Mit dem Bürgerbegehren kann die private Firma einen äußerst lukrativen Wandel von Ackerland in Gewerbeflächen durchsetzen.

Folgekosten für die Gemeinde Gilching

Die notwendige Erschließung und Verkehrsanbindung muss zum größten Teil über die Gemeinde Gilching erfolgen, die dafür auch die Aufwendungen und Folgekosten trägt.

Vorteile für Gauting - Nachteile für Gilching

Die Gemeinde Gauting profitiert ohne eigene Verbindungsstrasse wesentlich, wenn ihr künftiges Gewerbegebiet mit der Fa. Aldi über Gilching erschlossen wird.

Arbeitsplätze

Aldi-Logistik ist ohne bedeutsamen Nutzen für die Gemeinde Gilching.

Kapzitäten für neue Betriebe im Gewerbegebiet noch vorhanden

Im Gewerbegebiet Süd wurden 300.000 qm ausgewiesen mit dem strategischem Ziel ca. 2000 Arbeitsplätze zu generieren. Die bereits angesiedelten Firmen liegen im Zielkorridor. Kapazitäten für entsprechende, neue Betriebe wären noch vorhanden.

Aldi schafft Arbeitsplätze nur in äußerst geringem Umfang

Aldi-Logistik würde mit 200 Arbeitsplätzen nur in sehr geringen Umfang Arbeits- und Ausbildungsplätze neu schaffen. Mit dem räumlich sehr nahen Umzug von Eichenau nach Gilching würden die meisten Mitarbeiter mitgehen. Mit diesem extrem niedrigen Arbeitsplatzerhalt läge das Aldi-Lager extrem unterhalb des anzustrebenden Arbeitsplatzzieles.

Zuwachs an ALDI-Logistik-Arbeitplätzen in den nächsten Jahren kaum spürbar

Aldi-Logistik verspricht, bei einer Erweiterung des Filialnetzes und ausreichender Finanzlage, mittelfristig zusätzliche neue Arbeitsplätze zu schaffen. Aber mit dem Bau des Aldi-Logistik-Zentrums in Gilching, das doppelt so groß ist, wie das in Eichenau, wird in den nächsten Jahren der Zuwachs an Arbeitsplätzen kaum spürbar sein.

In Zukunft zu erwarten: Stellenabbau durch Automatisierung

Da bisher durch Aldi-Logistik noch viel „per Hand“ erledigt wird, ist zu erwarten, dass die Firma in Zukunft erhebliche Kostenminderungen durch Automatisierung einfacher Tätigkeiten erzielt: Ein Stellenabbau ist zu befürchten.

Nur zwei Ausbildungsplätze ALDI-Lager-Logistik?

Laut Aldi-Logistk sind lediglich 2 Ausbildungsplatze "Fachkraft fur Lager-Logistik" geplant.

Gewerbesteuer nicht üppig

Aldi will den Gilchingern sein geplantes Logistikzentrum in Gilching vor allem durch die angeblich zu erwartenden üppigen Gewerbesteuerzahlungen schmackhaft machen. Gemeinderäte erinnern sich, einen Eichenauer Gewerbesteuerbescheid in Höhe von etwa 800 000 Euro gesehen zu haben. Kann auch Gilching mit soviel Geld rechnen?

Wieviel bleibt für Gilching?

56 % der Fläche liegt auf Gautinger Flur. Maximal 44 % bleiben für Gilching.

Gewerbesteuer ALDI-Markt Eichenau ist abzuziehen

In der Eichenauer Gewerbesteuer stecken 50.000-70.000 Euro Gewerbesteuer für den Aldi-Markt Eichenau mit drin. Und der bleibt definitiv in Eichenau. Diese 50.000-70.000 Euro fallen schon mal weg. Bleiben – großzügig geschätzt – 750000 Euro für das Logistik-Center.

Höherer Gewerbesteuer-Hebesatz in Eichenau

Eichenau hat 380 % Hebesatz – Gilching nur 320 %. Damit sinkt die Gewerbesteuer automatisch um 15,8 %. Es bleiben ca. 630000 Euro.

Jährliche Abschreibung mindert unmittelbar Gewinn

Aldi wird in Gilching 30 Millionen investieren. Daraus resultiert eine jährliche Abschreibung von 1 bis 1,5 Millionen. Und die mindert unmittelbar den Gewinn der neuen Aldi Gilching-Gesellschaft. Es bleiben ca. 500000 Euro, die zwischen Giching und Gauting im günstigsten Fall hälftig aufgeteilt werden.

Verkehr

Erhebliche Verkehrszunahme im Binnen- und Durchgangsverkehr Gilchings.

Weit höheres Verkehrsaufkommen als angegeben

Die Ansiedelung eines Logistikzentrums der Firma Aldi würde weit mehr als die vom Unternehmen selbst eingeräumten „200 LKW täglich“ auf die Straßen bringen, denn die Lieferanten von Aldi würden ebenfalls täglich das Warenverteillager ansteuern.

Steigende Belastung der Durchgangsstraßen

Die Anzahl dieser LKW kann zwar nur geschätzt werden, es dürften aber mehr als 400 sein. Insgesamt würden somit mindestens 600 zusätzliche LKW den Weg zum Logistikzentrum keineswegs nur über die Autobahn Lindau, sondern auch über die Staatsstraße Gilching-Starnberg und über die bereits heute arg belasteten Durchgangsstraßen Gilchings nehmen.


Deshalb:
* Kein ungezügeltes Wachstum.

* Geordnete bauliche Entwicklung im Innenbereich.

* Kein Ausfransen im Aussenbereich des Orts.

* Verkehrsberuhigung und Immissionsdampfung in allen Bereichen.

* Qualitativ hochwertige Unternehmen mit hohen Steueraufkommen.

* Unternehmen mit vielen Arbeitsplatzen und attraktiven Einkommensmoglichkeiten.

* Respekt vor Landschaftsschutz und Bannwald.

* Erhaltung von Flachen fur Freizeit und Erholung.

* Alles nach den Vorgaben unseres wohluberlegten Flachennutzungsplanes.


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